Chelattherapie

Ganzheitliche Entgiftung von Schwermetalle – mehr als nur eine Infusion

Die Entgiftung des Körpers ist ein komplexer, fein abgestimmter Prozess, der weit über die alleinige Verabreichung von Infusionen hinausgeht. Insbesondere Schwermetalle wirken als sogenannte „Speichergifte“: Sie lagern sich über Jahre hinweg im Gewebe ein und entfalten ihre Wirkung oft schleichend. 

Viele Betroffene bemerken lange Zeit keine eindeutigen Symptome. Erst wenn die individuelle Belastungsgrenze überschritten ist, zeigen sich Beschwerden wie Energielosigkeit, Konzentrationsstörungen, diffuse Schmerzen, erhöhte Infektanfälligkeit oder auch depressive Verstimmungen. In meiner Praxis betrachten wir insbesondere zwei zentrale Bereiche: den Darm und mögliche Schwermetallbelastungen. Beide stehen in enger Wechselwirkung miteinander.

Diagnostik mittels Chelat-Provokationstest

Der Chelat-Provokationstest ist ein bewährtes Verfahren zur Beurteilung einer möglichen Schwermetallbelastung. Herkömmliche Untersuchungen wie Blut- oder Haaranalysen sind hierfür oft nur eingeschränkt aussagekräftig. Der Grund: Schwermetalle zirkulieren in der Regel nicht frei im Blut, sondern lagern sich überwiegend in Geweben, Organen und Zellstrukturen ab.

Um diese gespeicherten Metalle messbar zu machen, werden sie im Rahmen des Provokationstests gezielt mobilisiert. Hierzu verabreiche ich einen Chelatbildner wie EDTA, der in der Lage ist, Schwermetalle zu binden und aus ihren Gewebedepots zu lösen. Anschließend erfolgt die Ausscheidung über die Nieren. Durch den Vergleich der Urinwerte vor und nach der Gabe des Chelatbildners erhalten wir wichtige Hinweise auf die individuelle Belastungssituation mit Schwermetallen.

Wichtig:
Der Test wird unter kontrollierten Bedingungen durchgeführt und individuell auf den Patienten abgestimmt. Er bildet die Grundlage für eine gezielte und sichere Therapieplanung.

Optimale Vorbereitung der Entgiftung

Eine erfolgreiche Entgiftung beginnt nicht erst mit der Infusion. Ein geschwächter Darm kann dazu führen, dass gelöste Schwermetalle erneut aufgenommen werden (Rückresorption). Daher ist es wichtig, den Körper gezielt vorzubereiten. Parallel zur Ausleitung wird der Organismus unterstützt und versorgt. Neben dem Einsatz von Chelatbildnern achte ich auf eine begleitende Zufuhr wichtiger Mikronährstoffe wie Aminosäuren, B-Vitamine, Glutathion und Vitamin C. So schaffen wir die Grundlage für eine effektive, gut verträgliche Therapie und minimieren mögliche Nebenwirkungen.

Ablauf der Chelattherapie

Die Chelattherapie erfolgt in individuell geplanten Behandlungsserien, von zehn bis dreißig. Diese werden in der Regel eins bis zwei mal in der Woche durchgeführt. Das Chelat wird dabei langsam über die Vene verabreicht. Eine Sitzung dauert je nach Therapieplan etwa 1 bis 3 Stunden.

Begleitmaßnahmen während der Chelattherapie

Vor jeder Chelatgabe wird der Körper gezielt mit Natriumbicarbonat vorbereitet, um die Ausscheidung über die Nieren zu unterstützen und die Entgiftungsorgane zu entlasten.

Im Anschluss erhält jede Patientin und jeder Patient eine individuelle Versorgung mit Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen, entweder als Infusion oder in oraler Form um mögliche Verluste auszugleichen und den Körper optimal zu unterstützen. Eine Kontrolle der Entgiftungsleistung erfolgt nach fünf Infusionen und am Ende der Serie – erneut über Urintests.

Mögliche Indikationen: 

  • Arteriosklerose
  • Metallische Intoxikationen (z.b Amalgan-Füllungen)
  • Umweltbelastung
  • Demenz
  • Nervenerkrankung
  • Rheumatische Erkrankung
  • Drüsenerkrankungen (z.b Hashimoto)
  • Degenerative Augenerkrankung
  • Prävention
  • Anti-Aging
  • Raucher

Viele Patientinnen und Patienten berichten im Verlauf der Therapie über positive Veränderungen wie mehr Energie, verbesserte Konzentration und ein gesteigertes allgemeines Wohlbefinden. Diese Erfahrungen können individuell unterschiedlich ausfallen. Nach etwa zehn Behandlungen können sich erste Veränderungen in den Laborwerten zeigen. Die Entgiftung ist jedoch ein schrittweiser Prozess, sodass häufig eine weiterführende Begleitung sinnvoll ist.

Daher empfehle ich – je nach Ausgangssituation – eine individuell abgestimmte Weiterbehandlung in größeren Abständen, beispielsweise eine Infusion alle ein bis drei Monate. Ziel ist es, den Körper langfristig zu unterstützen und die erzielten Fortschritte zu stabilisieren.

Zertifizierte Chelattherapeutin der Deutschen Akademie für Chelattherapie e.V.

weitere Informationen: Deutsche Akademie für Chelattherapie

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